Das Ei ist bes­ser als sein Ruf

Das Ei ist in Bezug auf das Cholesterin eines der umstrittensten Lebensmittel. Lange wurde es als regelrechte «Cholesterin-Bombe» taxiert und galt als Ursprung so manchen Übels, etwa von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein Ei enthält tatsächlich viel Cholesterin, rund 300 Milligramm, was der täglichen Höchstgrenze entspricht. Mit einem Ei pro Tag ist diese theoretisch also bereits ausgereizt.

Individuell starker Anstieg

Zwar erhöht das mit der Nahrung aufgenommene Cholesterin die Blutcholesterinwerte, allerdings ist der Anstieg von Mensch zu Mensch verschieden. So reagieren einige erblich bedingt mit geringem, andere mit normalem und Dritte mit einem starken Anstieg. Sobald wir Cholesterin essen, drosselt nämlich unser Organismus dessen Aufnahme. Menschen mit normalen Cholesterinwerten können also ohne Reue ihr Frühstücksei geniessen. Vorsicht ist bei Menschen mit erhöhten Cholesterinwerten oder Gefässerkrankungen angesagt. Sie profitieren in der Regel von jedem nicht gegessenen Ei.

Schlechte Fette meiden

Zudem ist für den Cholesterinspiegel im Blut eher ausschlaggebend, wie viel Fett die Nahrung eines Menschen insgesamt enthält und besonders, wie viele gesättigte Fettsäuren darin vorkommen. Diese «schlechten» Fette gilt es zu meiden. Mehr darüber lesen Sie hier! Die eigentliche Menge an Nahrungscholesterin ist nur von nebenrangiger Bedeutung.

Ei, Ei, Ein Wunderwerk!

Fakten rund ums Ei

Ernährung

Das unterschätzte Ei

Hühnerei enthalten viel Wertvolles. So ist sein Fett ausgewogen zusammengesetzt. Es besteht zu 28 Prozent aus gesättigten, zu 42 Prozent aus einfach ungesättigten und zu 14 Prozent aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Zudem sind im Ei Phospholipide wie Lezithin, das einen cholesterinsenkenden Einfluss hat.

Speziell wertvoll sind die Proteine, die der Körper besonders gut verwerten kann, etwa für den Muskelaufbau. Nicht zuletzt ist ein Ei auch ein Vitaminspeicher. Von Vitamin A über B12 zu Folsäure und Vitamin D sind praktisch alle Vitamine im Ei enthalten.

Freispruch für die Butter

Auch der Butter eilte lange Zeit ein schlechter Ruf voraus. In Bezug auf die Kalorien steht sie aber nicht schlechter da als die Margarine. Für die Pflanzenmargarine sprechen zudem etwa Omega-6-Fettsäuren, mit welchen sie angereichert ist. Kritischer steht es mit dem Gehalt an Transfetten, die sie streichfähiger machen. Die meisten Produkte enthalten heutzutage aber weniger als zwei Prozent dieser ungesunden Fette.

Autorin: Franziska Linder Redaktion: Franziska Linder / Vanessa Naef
  • Quellen
    • «Drogistenstern»

    • «Mehr als Cholesterin-Bomben» auf www.tagesanzeiger.ch (3.4.2010)

    • Ulrich Hildebrandt: «Besser leben - gesünder essen», Hirzel S-Verlag, 2009

Aktualisiert am 15. März 2025 23:32
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