Das Wun­der Le­ben – eine Schwan­ger­schaft ent­steht

Es klingt eigentlich ziemlich einfach: Wenn eine Schwangerschaft gewünscht ist, Verhütungsmittel absetzen, Sex haben und schwanger werden. Bei manchen Paaren klappt diese Vorgehensweise auch tatsächlich. Aber oft braucht es Geduld und eine mehrmonatige Wartezeit, bis sich die ersehnte Schwangerschaft einstellt. Dieser Blogartikel handelt von Kinderwunsch und Fortpflanzung, dem Erkennen der fruchtbaren Tage und möglichen Fruchtbarkeitsstörungen.

Schwanger werden – das Timing

Auch wenn aus medizinischer Sicht das Alter zwischen 20 und 30 als optimal für eine Schwangerschaft gilt, heisst das nicht, dass es auch entsprechend in Ihre Lebensplanung passt. Das einstige Karriere- und Familienmodell für die Frau hat sich geändert, viele starten zuerst im Beruf durch, lernen den passenden Partner erst spät kennen oder wünschen sich nach einer Trennung mit einem neuen Partner (noch) ein Kind.

Was bei aller Flexibilität jedoch nicht übersehen werden sollte, ist die Tatsache, dass es mit zunehmendem Alter länger dauert, bis es zu einer Schwangerschaft kommt, und auch das Risiko für genetische Defekte beim Kind steigt. Bei einer 25-jährigen Erstgebärenden liegt das Risiko, ein Kind mit Trisomie 21 zu gebären, bei 1:1500, bei einer 45-jährigen steigt das Risiko auf 1:32 an.

Mit 35 ist zu rechnen, dass drei bis fünf Zyklen ohne Eisprung stattfinden, mit 40 Jahren sind es bereits an die sieben. Wenn die Frau um die 50 ist, ist durch das Eintreten der Wechseljahre die Möglichkeit der Fortpflanzung beendet. Doch nachlassende Fortpflanzungsfähigkeit ist nicht nur ein Frauenthema, auch die Geschwindigkeit und Qualität der Spermien beim Mann nimmt ab 35 Jahren kontinuierlich ab.

 

 

Welche Risiken beeinflussen die Fruchtbarkeit?

Genussgifte wie Alkohol und Nikotin, Umwelteinflüsse, Medikamente und allgemeine Erkrankungen beeinflussen nicht nur unser direktes Wohlbefinden, sondern auch unsere Fruchtbarkeit. Oft ist es auch die Mischung aus verschiedenen Faktoren, welche dafür verantwortlich ist, dass die erwünschte Schwangerschaft nicht eintritt. Wenn Sie versuchen, schwanger zu werden, sollten Sie und Ihr Partner auf folgende vermeidbare Risiken achten:

  • Rauchen einstellen oder zumindest deutlich reduzieren
  • So wenig Alkohol wie möglich
  • Überlegen, welchen Schadstoffen beide Partner am Arbeitsplatz ausgesetzt sind
  • Erkrankungen, welche den Hormonstatus beeinflussen, ausschliessen lassen bzw. behandeln (Schilddrüse, Diabetes, Nieren- oder Lebererkrankungen…)
  • Die eingenommenen Medikamente mit dem behandelnden Arzt besprechen, vielleicht beeinflussen sie die Fruchtbarkeit und können durch andere Präparate ersetzt werden
  • Über- und Untergewicht auf Normalgewicht korrigieren
  • Hochleistungssport, extreme körperliche Belastung und Schlafmangel vermeiden

Die fruchtbaren Tage erkennen

Üblicherweise bildet der Körper der Frau einmal monatlich eine reife Eizelle. Diese bleibt nach dem Eisprung für ungefähr 24 Stunden befruchtungsfähig. Das optimale Timing für Geschlechtsverkehr, der zu einer Schwangerschaft führen soll, ist also der Tag des Eisprungs, sowie ein, zwei Tage vorher und nachher. Spermien können im weiblichen Körper mehrere Tage überleben.

Wenn Sie eine Schwangerschaft planen, sollten Sie sich intensiv mit Ihren fruchtbaren Tagen und dem Eisprung beschäftigen. Einen Hinweis darauf liefert beispielsweise die Basaltemperatur. Diese wird morgens noch vor dem Aufstehen vaginal mit einem möglichst exakten Fieberthermometer, welches zwei Kommastellen anzeigt, gemessen und notiert. Wenn Sie diese Aufzeichnungen über mehrere Monate vergleichen, werden Sie feststellen, dass die Temperatur kurz vor dem Eisprung ein wenig (0,3 bis 0,5 °C) ansteigt.

Zur Verifizierung Ihrer Aufzeichnungen kann in den ersten Wochen die zusätzliche Durchführung eines Ovulationstests sinnvoll sein. Dieser Test zeigt den Gehalt des luteinisierenden Hormons (LH) im Urin an, welcher zum Zeitpunkt des Eisprungs seinen Höhepunkt erreicht. Ovulationstests, präzise digitale Fieberthermometer sowie Zykluscomputer mit weiteren Funktionalitäten finden Sie in unserem Sortiment.

Ergänzend können Sie auch die Konsistenz des Zervixschleims beobachten. Um den Eisprung herum wird er zäher, klebriger und gummiartiger, während er ansonsten eher dünnflüssig ist. Wenn Sie Ihren Körper über mehrere Monate beobachten, werden Sie ein Gespür für die fruchtbaren Tage entwickeln und diese besonders für die Zweisamkeit nutzen. Wichtig: Lust und Freude am Sex sind Voraussetzung, es sollte nicht zu Pflicht und Zwang werden, nur weil es der Kalender gerade so vorgibt.

Wie viel Wartezeit ist normal?

Als normale Wartezeit rechnen Mediziner*innen die Zeit bis zu einem Jahr, je nach Alter und sonstigen Umständen kann es durchaus auch länger sein. Dennoch sollten Sie nicht zu lange damit warten, einen Arzt zu konsultieren, wenn es mit der geplanten Schwangerschaft nicht klappt. Vor allem Frauen über 35 sollten kein ganzes Jahr abwarten. Sollte eine Kinderwunsch-Behandlung nötig sein, ist der Erfolg wahrscheinlicher, je jünger die Frau ist.

Weiters können Sie Ihren Körper mit der Einnahme von Folsäure unterstützen. Sie nehmen zwar auch über die Ernährung Folsäure auf, dennoch ist es wichtig, dass zum Zeitpunkt der Empfängnis der Folsäurespiegel ausreichend hoch ist. So wird das Risiko für Neuralrohrdefekte beim Baby drastisch gesenkt. Auch Vitamin-D-Spiegel und Eisenstatus sollten bestimmt und bei Bedarf angeglichen werden.

Gesunde Ernährung ist bei einer geplanten Empfängnis natürlich besonders wichtig. Bereits während dieser Zeit sollten Sie darauf achten, eine Infektion mit Listerien zu vermeiden, welche durch rohe oder nicht pasteurisierte Lebensmittel übertragen werden können. Auf rohes Fleisch und Fisch, Weichkäse, nicht pasteurisierte Milch, Leberwurst, Pasteten und kaltes Hühnchen sollten Sie bei Schwangerschaftswunsch verzichten.

Ab wann macht ein Schwangerschaftstest Sinn?

Wenn Sie sich ein Baby wünschen, möchten Sie natürlich sobald wie möglich wissen, ob Ihre „Mühen“ von Erfolg gekrönt wurden. Ab ca. dem 8. Tag der Empfängnis ist das Schwangerschaftshormon HCG im Urin nachweisbar. Das ist auch in etwa die Zeit, in der normalerweise die Regelblutung einsetzen sollte. Beim Ausbleiben dieser, kombiniert womöglich mit den ersten Schwangerschaftssymptomen wie morgendliche Übelkeit, macht ein Schwangerschaftstest auf jeden Fall Sinn.

Falls Sie nicht so lange warten möchten, gibt es auch Frühtests, welche bereits vor dem Ausbleiben der Regelblutung eine Schwangerschaft anzeigen sollen. Diese sind allerdings nicht so verlässlich, da zu diesem Zeitpunkt der HCG-Gehalt noch sehr gering ist. Gewissheit entsteht, indem Sie den Test ein paar Tage später wiederholen, oder bei Ihrem Gynäkologen den HCG-Gehalt im Blut bestimmen lassen. Wenn Ihr Schwangerschaftstest zu Hause positiv ausfällt, sollten Sie auf jeden Fall als nächsten Schritt Ihre Frauenärztin aufsuchen.

Aktualisiert am 15. März 2025 23:27
Suchen Sie nach Ihrem gewünschten Thema
puravita folgen
Newsletter
5%
Jetzt anmelden & 5% Gutschein sichern

Mehr erfahren

Zurück zum Shop

puravita.ch
Immer eine gute
Empfehlung!