End­lich kei­ne Pe­ri­ode mehr!

Ob in den Ferien, zur Hochzeit oder bei Prüfungen, auf die Mens, auf Krämpfe, Kopf- und Rückenschmerzen, kann frau an solchen Tagen verzichten. Eine Möglichkeit: Nehmen Sie die Antibabypille durchgehend und schaffen so die Periode einfach ab. Für die Gesundheit ist das unbedenklich, wie Sibil Tschudin, Gynäkologin und Leitende Ärztin an der Frauenklinik Universitätsspital in Basel, sagt: «Aus medizinischer Sicht sind die regelmässigen Blutungen unter Pilleneinnahme für die Gesundheit nicht notwendig.»

Wer die Pille nimmt und nach drei Wochen für sieben Tage damit pausiert, hat zwar eine Blutung. Das ist aber keine normale Periode, sondern eine sogenannte Abbruch- oder Hormonentzugsblutung. Der Körper reagiert auf den absinkenden Hormonspiegel. Während dieser Tage stösst die Gebärmutter die aufgebaute Schleimhaut mit Blutungen ab. «Diese Blutungen haben nichts mit der natürlichen Menstruation ohne Pilleneinnahme zu tun», sagt Tschudin. «Für manche Frauen bedeuten die Blutungen aber eine Art innere Reinigung, und ein regelmässiger Zyklus ist ihnen deshalb wichtig.»

Besserer Schutz vor Schwangerschaft

Wer die Menstruation verschieben oder ganz darauf verzichten möchte, tut dies am besten mit der Antibabypille. Je nach Art der Pille gibt es verschiedene Anwendungsvorschriften. Grundsätzlich fahren Sie direkt mit der nächsten Packung weiter, anstatt nach 21 Tagen die siebentägige Pause einzulegen. Besprechen Sie sich aber vorgängig mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Durch die Dauereinnahme der Pille entsteht ein Langzeitzyklus, der die Abbruchblutung verhindert. Für Frauen, die unter starken und schmerzhaften Symptomen während der Monatsblutungen leiden, kann das eine deutlich spürbare Linderung bedeuten.

Auch die Alternativen Hormonspirale, Hormonstäbchen, Dreimonatsspritze oder hormonelle Implantate unterdrücken die Menstruation. Bei diesen Verfahren liegt der Vorteil darin, dass deren Verhütungseffekt nicht wie bei der Pille durch Einnahmefehler beeinträchtigt werden kann.

Frauen, die Kinder wollen, sollten wissen: «Bei der Dreimonatsspritze kann es eine Zeit lang dauern bis der Zyklus wieder in Gang kommt, vor allem, wenn sie über Jahre angewendet wurde.» Bei der Dauerpille gibt es keine solchen Einschränkungen. Tschudin: «Die Fortpflanzungsfähigkeit wird durch eine permanente Pilleneinnahme nicht beeinträchtigt.» Wer schwanger werden möchte, setzt die Pille einfach wieder ab. Genau so, wie bei der normalen Einnahme mit der siebentägigen Pause.

Zwischenblutungen

Der Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft ist bei der «Dauerpille» besser als mit Pillenpause. «Die heikle Phase ist die Pillenpause. Wird diese verlängert, kann sich ein Eibläschen selbstständig machen und dann trotz Wiederbeginn mit der Pilleneinnahme bis zur Sprungreife weiter wachsen.» Bei einer durchgehenden Pilleneinnahme dagegen dämmt man die Eierstockfunktion kontinuierlich ein. Der Haken: «Durch das Ausbleiben der Blutung fehlt ein wichtiger Kontrollmechanismus für das Feststellen einer Schwangerschaft.» Frauen, die sich für einen Langzeitzyklus entscheiden, müssen also auch andere Symptome und Signale des Körpers beachten, um eine Schwangerschaft frühzeitig festzustellen.

Ein paar Nachteile hat die permanente Pilleneinnahme trotzdem: «Gelegentlich kommt es zu leichten Zwischenblutungen.» Ausserdem kann sich die hormonelle Verhütung, ob mit oder ohne Menstruation, negativ auf die Libido auswirken.

Hilfe gegen Schmerzen

Einige Frauen leiden während der Mens unter starken Symptomen. «Abgesehen vom Langzeitzyklus sind Schmerzmittel meist die beste Lösung», sagt die Ärztin. Um die Beschwerden zu lindern, helfen pflanzliche Präparate mit Mönchspfeffer. Auch Nachtkerzen- oder Borretschölkapseln wird eine ähnliche Wirkung zugeschrieben. Bei Krämpfen können Tees beruhigen: Kamillentee, Schafgarbentee oder Gänsefingerkrauttee haben sich bewährt. In der Drogerie finden Kundinnen auch ein breites Sortiment an Schüssler-Salzen und Pflanzentinkturen, die auf die individuellen Symptome abgestimmt werden können. Zusätzlich zur Einnahme eines passenden Präparates können unterstützend eine Wärmeflasche oder Entspannungsübungen helfen.

Autorinnen: Anania Hostettler, Bettina Epper Redaktion: Bettina Epper
Aktualisiert am 15. März 2025 23:31
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