Er­näh­rung / Sport­er­näh­rung

Franziska L. fragt: Ich befasse mich seit längerem mit der Ernährung und probiere, Kohlenhydrate eher zu umgehen. Dafür esse ich relativ viel Fleisch, Gemüse und Früchte. Jedoch esse ich zu viel Süsses zwischendurch. Diese dumme Gewohnheit stammt vor allem aus meinem Beruf Bäckerin-Konditorin. Dabei spüre ich mich zwischendurch kaum noch und esse viel zu viel. Ich habe nun einen BMI von 27,1. Noch zwei bis drei Kilos weniger wären schon nicht schlecht. Aber viel wichtiger wäre für mich, wieder ein Gespür für die Menge, die ich esse, zurück zu gewinnen. Manchmal spüre ich kaum, dass ich was gegessen habe, und könnte die gleiche Portion gerade nochmals verschlingen. Wahrscheinlich liegt es eher an meiner Einstellung zum Essen und Sattsein. Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen.

  • Denise Egli antwortet: Ich würde Ihnen als ersten Schritt einmal empfehlen, bei den Hauptmahlzeiten nicht ganz auf Kohlenhydrate zu verzichten. Das heisst. auf Ihrem Teller sollten auch etwa 1/4 Kohlenhydrate wie zum Beispiel Kartoffeln, Reis oder ein Stück Brot sein für eine gute Sättigung. Der Körper braucht Kohlenhydrate für die Muskeln und das Gehirn. Wenn Sie diesen Nährstoff bei den Hauptmahlzeiten weglassen, fordert der Körper eine Zufuhr nach, indem sich Süssattacken bemerkbar machen, die Sie nicht stoppen können. Ihr Blutzuckerspiegel verhält sich unstabil. Deshalb entstehen ständig unkontrollierbare Süssgelüste und somit führen Sie Ihrem Körper auch zu viel Zucker und schlussendlich Kalorien zu. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Tipp schon recht hilfreich sein könnte. Wenn nicht, dann würde ich Ihnen eine psychologische Ernährungsberatung empfehlen, die dem Problem Hunger/Sättigung nachgeht. Qualifizierte Berater finden Sie unter www.epb-schweiz.ch

Barbara M. fragt: Zum Frühstück mache ich mir gerne ein Smoothie aus 4-5 verschiedenen Früchten wie zum Beispiel Banane, Apfel, Mandarine, Kiwi, Birne, Beeren und mische Haferflocken dazu. Nehme ich damit zuviel Fruchtzucker zu mir? Zudem spüre ich ab und zu ein Jucken am Gaumen. Ich habe gelesen, das sei ein Zeichen, dass man auf etwas allergisch ist. Ich konnte noch nicht ausmachen, nach welchen Nahrungsmitteln das Kratzen auftaucht. Soll ich es abklären lassen?

  • Denise Egli antwortet: Ihr Smoothie-Frühstück mit den Früchten und den Haferflocken finde ich optimal. Der Fruchtzucker in den Früchten ist ja natürlich und nicht zugesetzt und deshalb kein Problem. Ich empfehle Ihnen aber, für den Rest des Tages nur noch eine Portion Früchte zu essen. Das entspricht dann in etwa den 2-3 Portionen Früchte pro Tag nach der Empfehlung der Lebensmittelpyramide der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung. Das Jucken am Gaumen kann eine allergische Reaktion sein. Erstellen Sie zuerst ein Protokoll, indem Sie genau beschreiben, was Sie gegessen haben und wann das Jucken jeweils aufgetreten ist.

Salome D. fragt: Ich bin 30 Jahre alt und Mutter von drei Kindern, der jüngste ist fünf Monate alt. Mein Problem: egal ob ich esse oder nicht, ich muss ständig aufstossen. Ich spüre, dass es vom Bauch oder vom Magen her kommt. Ich kann schon nicht mehr auf dem Rücken schlafen, ich habe dabei das Gefühl, ich würde platzen.

  • Denise Egli antwortet: Lassen Sie das Aufstossen einmal ärztlich abklären. Es könnte verschiedene Ursachen haben. Es kann zum Beispiel entstehen, wenn Sie zu schnell essen und somit Luft schlucken. Als Mutter von drei Kindern ist entspanntes essen sicher nicht immer einfach. Beobachten Sie das doch einmal. Es gibt noch die Möglichkeit, dass Sie über ca. vier bis sechs Wochen pflanzliche Tropfen mit Bitterstoffen einnehmen. Bitterstoffe regen die Produktion der Verdauungssäfte an und es entstehen weniger Gase im Verdauungstrakt. Ich würde Ihnen auch empfehlen, blähende Gemüse wie alle Kohlarten (Blumenkohl, Broccoli etc.) im Moment vom Speiseplan zu streichen.

Margrit K. fragt: Ich leide unter Fibromyalgie und bin wahrscheinlich auch übersäuert. Wegen der Fibromyalgie gehe ich mehrmals pro Woche ins Fitnessstudio, um meine geschwächten Muskeln aufzubauen. Wie sollte ich mich in dieser Situation am besten ernähren?

  • Denise Egli antwortet: Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass Sie übersäuert sind. Bei der Krankheit Fibromyalgie kommen durch die Schmerzen meistens auch einige Medikamente zum Einsatz. Die Medikamente wie auch das regelmässige Training im Fitnessstudio fördern eine Übersäuerung des Körpers. Bei einer Übersäuerung empfehle ich Ihnen folgendes:

    • Damit Sie die Säure optimal aus dem Körper bringen ist genügend Flüssigkeit in Form von Wasser (1,5 - 2 Liter pro Tag) ganz wichtig.

    • Sie können die Ausscheidung auch noch zusätzlich mit einem Stoffwechseltee (in der Drogerie erhältlich), den Sie kurmässig über 2-3 Wochen einsetzen, unterstützen.

    • Grundsätzlich gelten für eine säure-basen- freundliche Ernährung die Regeln der Lebensmittelpyramide der schweizerischen Gesellschaft für Ernährung

    • Wichtig für den Säure-Basen-Haushalt sind die fünf Portionen Gemüse und Früchte (wichtige Basenlieferanten).

    • Sie können auch kurmässig 2 x jährlich über 2 - 3 Monate ein Basenmittel zuführen. Da gibt es verschiedene Präparate. Am besten lassen Sie sich in einer Drogerie beraten.

    • Mehrmals wöchentlich ein Fussbad mit einem Esslöffel Essig ist ebenfalls sehr hilfreich und zugleich sehr angenehm.

    • Für ein gutes Gleichgewicht des Säuren-Basen-Haushaltes ist zudem die Entspannung ein wichtiges Thema. Achten Sie darauf, dass Sie sich regelmässig "Auftankmöglichkeiten" schaffen. Dann entledigt sich der Körper viel lieber von der überschüssigen Säure.

Lukas K. fragt: Ich habe seit ca. sieben Wochen eine rote Zunge, vorne an der Spitze oder das erste Drittel. Es ist wie ein Ausschlag mit Bibeli und Brennen und ich habe kleine Risse in der Zunge. Es begann, als ich Baumnüsse ass und wurde mit der Zeit eher schlimmer, obwohl ich die Nüsse eine Weile wegliess. Könnte das eine Nussallergie sein? Nüsse sind ja überall enthalten, in Kuchen, Guetzli etc., und ich mag Süssigkeiten sehr. Ansonsten fühle ich mich wohl und gesund. Ich bin nur etwas müde und brauche dringend Ferien. Was soll ich tun?

  • Denise Egli antwortet: Ja, das könnte eine beginnende Nussallergie sein. Für mich aber auch ein Zeichen, dass Ihr Köper einen Mangel an B-Vitaminen hat. Die rote Zungenspitze mit Risschen und kleinen Bläschen weist darauf hin. Ein weiteres Anzeichen für mangelnde B-Vitamine ist Ihre Aussage, dass Sie ferienreif sind. Bekanntlich sind die B-Vitamine auch für unser Nervenkostüm verantwortlich.

  • Streichen Sie Nüsse von Ihrem Speiseplan. Wenig in Gebäck geht, aber keine Nüsse alleine. Ich empfehle Ihnen ausserdem, ein Multivitamin-Präparat und ein Präparat mit dem Vitamin-B-Komplex einzunehmen. Diese Kombination sollten Sie mindestens vier bis Monate einnehmen, damit Ihre Vitaminspeicher wieder gefüllt sind. Am besten lassen Sie sich in einer Drogerie beraten.

    Peter M. fragt: Ich muss immer wieder Kortison einnehmen. Beim letzten Mal habe ich innerhalb von drei Monaten 20 Kilo zugenommen. Nun muss ich wieder Kortison schlucken und befürchte, wieder zuzunehmen. Ich habe mir darum vorgenommen, auf alle Süssigkeiten zu verzichten, sehr viel zu trinken und mich weiterhin mit viel frischem Gemüse, viel Fisch, wenig Fleisch und viel Vollkorn zu ernähren und die Portionen klein zu halten. Was können Sie mir ansonsten raten?

  • Denise Egli antwortet: Bei der Einnahme von Kortison ist die Gewichtszunahme grundsätzlich eine unangenehme Nebenwirkung. All die Ernährungsmassnahmen, die Sie sich vorgenommen haben, sind sicher sehr sinnvoll und wirken einer Gewichtszunahme entgegen. Ich würde Ihnen auch moderate Bewegung an der frischen Luft raten. Weiter empfehle ich Ihnen einen Stoffwechsel- oder Frühjahrskur-Tee (1/2 - 1 Liter pro Tag) einzunehmen, damit Ihre Entgiftungsorgane besser arbeiten (zur Ausscheidung des Kortisons). Denken Sie auch an eine ausreichende Calcium-Versorgung (Brausetabletten oder Tabletten), da Kortison dem Körper Calcium raubt.

Rita F. fragt: Ich hatte jahrelang Probleme mit Gallensteinen, nun ist mir die Gallenblase entfernt worden. Ich ernähre mich gesund und meine Blutwerte sind gut. Trotzdem habe ich ständig Blähungen, schon morgens auf nüchternen Magen. Was darf/soll ich essen, um weitere Koliken und Steine zu vermeiden? Und welches Brot darf ich essen?

  • Denise Egli antwortet: Es gibt keine konkreten Ernährungsempfehlungen, um Gallenkoliken vorzubeugen. Wichtig ist vor allem, dass Ihre Speisen keine üppigen Fette enthalten. Da Sie keine Gallenblase mehr haben, steht Ihnen für die Fettverdauung nicht mehr so viel Gallensaft zur Verfügung. Beim Brot würde ich Ihnen ein leichtes Vollkornbrot empfehlen. Auf keinen Fall Buttergipfel oder sonstige fettgebackene Brotsorten. Wichtig ist, dass es Ihnen nach den Mahlzeiten wohl ist. Achten Sie auf Ihren Körper. Er gibt Ihnen Signale wie Übelkeit, Völlegefühl etc. , wenn er etwas nicht verträgt. Essen Sie nicht zu viele verschiedene Sachen miteinander, damit Sie besser herausfinden, was Sie nicht vertragen.

Corinne T. fragt: Innerhalb von 2 Jahren habe ich 4 Mal eine Gallenstein-OP gehabt. Meine Gallenblase wurde entfernt. Ich ernähre mich gut, meine Blutwerte sind in Ordnung und trotzdem leide ich ständig an Blähungen, schon am frühen «nüchternen» Morgen im Bett. Ich nehme ein Mittel zur Behandlung von übermässiger Gasbildung und Gasansammlung im Magen-Darm-Bereich. Ich habe wenig Stuhl, weil ich wenig esse. Wie kann ich weitere Koliken vermeiden?

  • Denise Egli antwortet: Bei Gallenblasenproblemen ist es wichtig, dass Sie kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen. Achten Sie darauf, dass Ihre Speisen keine üppigen Fette enthalten. Da Sie keine Gallenblase mehr haben, steht Ihnen für die Fettverdauung nicht mehr so viel Gallensaft zur Verfügung. Essen Sie möglichst wenig Rohkost, da Sie schwer verdaulich ist. Bevorzugen Sie Salate aus gekochtem Gemüse. Sinnvoll wäre es, wenn Sie eine spagyrische Essenz aus Mariendistel über mindestens ein halbes Jahr einnehmen. Mariendistel regeneriert die Leber und fördert die Entgiftung, was nach einer Gallenblasenentfernung eine gute Nachbehandlung ist. Um Ihren Koliken vorzubeugen, würde ich Ihnen eine spagyrische Essenz-Mischung zur Entspannung empfehlen. Am besten lassen Sie sich in einer Drogerie eine auf Ihr Problem abgestimmte spagyrische Essenz zusammenstellen.

Jutta P. fragt: Ich habe kürzlich zu Hause (ca. 1 Stunde nach dem Essen einer grossen Pizza und 4dl Rotwein) meinen Blutzuckerspiegel gemessen: 17.7. Ich finde, das ist ein sehr hoher Wert und bin jetzt verunsichert, ob er überhaupt stimmen kann. Am Morgen habe ich dann nochmals nüchtern gemessen und hatte immer noch 7.8. Nun habe ich Angst, an Diabetes zu leiden. Mein Vater hatte ab 58 Altersdiabetes. Hat mein erhöhter Wert einfach mit dem üppigen Essen zu tun gehabt oder soll ich das vom Hausarzt abklären lassen?

  • Denise Egli antwortet: Ich empfehle Ihnen, das Thema Blutzuckerspiegel bei Ihrem nächsten Hausarztbesuch anzusprechen. Vor allem, da Diabetes in Ihrer Familie ein Thema ist. Es ist nicht sinnvoll, wenn Sie zu Hause selber Ihren Blutzucker messen. Es ist aber sinnvoll, wenn Sie das zusammen mit Ihrem Hausarzt machen, da er Ihre Krankengeschichte kennt und Sie optimal aufklären und beraten kann.

Walter S. fragt: Ich treibe sehr viel Sport - vor allem Fussball - und möchte gerne wissen, wie ich mich gut ernähren kann, damit ich am Tag X topfit bin. Vor dem Training nehme ich manchmal eine Vitamin-Brausetablette, nach dem Fitnesstraining meistens eine Omega 3 Tablette ein. Nach einem intensiven Training nehme ich zusätzlich einen Power-Shake zu mir. Vor einem Fussballspiel nehme ich ab und zu Traubenzucker und einen Energy Drink ein, häufig esse ich vor dem Match auch Pasta. Im Moment überlege ich mir, ob ich noch ein Magnesium-Produkt nach dem Training einnehmen sollte. Was meinen Sie?

  • Denise Egli antwortet: Grundsätzlich können Sie sich an die Richtlinien der «Ernährungspyramide für Sportler» halten, falls Sie mehr als fünf Stunden Sport pro Woche treiben. Wenn Sie sich beim Essen dauerhaft an die Sportlerpyramide halten, benötigen Sie eigentlich keine zusätzlichen Shakes. Vom Energy Drink und dem Traubenzucker würde ich Ihnen abraten. Es ist zu viel schnell verfügbarer Zucker darin enthalten.

    Als sinnvolles, selbstgemachtes Sportlergetränk für die Zeit vor und während des Sportes kann ich Ihnen folgendes Rezept empfehlen:

    • 7 dl Wasser

    • 3 dl Orangensaft

    • 20 g Maltodextrin (in Drogerien erhältlich)

    • 1,5 g Kochsalz

    Die Vitaminbrausetablette wie auch das Omega-3 Präparat würde ich Ihnen weiterhin empfehlen. Es würde auch Sinn machen, wenn Sie ein Multivitamin Präparat speziell für Sportler einsetzen würden, damit Ihr Körper mit allen wichtigen Vitalstoffen versorgt ist, da der Vitalstoff-Bedarf beim Sportler erhöht ist. Anstelle eines Magnesium-Präparates würde ich Ihnen eher ein Basenmittel empfehlen. Bei sportlicher Aktivität produziert der Körper vermehrt Säure, die er im Bindegewebe ablagert. Wenn der Körper zu wenig Basen bekommt, ist er nicht in der Lage, diese Säuren optimal auszuscheiden. Es machen sich dann vermehrt Krämpfe, Leistungsabfall, lange Erholungsphasen nach dem Sport und Müdigkeit bemerkbar. Lassen Sie sich am besten in einer Drogerie zum Thema Säure-Basen-Haushalt beraten.

Aktualisiert am 15. März 2025 23:32
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