Schwindel hat viele Gesichter
Schwindel ist keine Krankheit, sondern ein neurologisches Symptom. Schwindel führt zu Gleichgewichtsstörungen, Unsicherheit beim Gehen, Taumeln, Stolpern und Orientierungsschwierigkeiten. Er kann von Übelkeit, Augenzittern, Schweissausbrüchen und Schwarzwerden oder drohenden Ohnmachtsgefühlen begleitet sein.
Ursachen
Die Ursachen für Schwindel können vielfältig sein und müssen, wenn er heftig oder von langer Dauer ist, vom Arzt abgeklärt werden. Häufige Gründe sind niedriger Blutdruck, Eisenmangel, Unterzuckerung oder Reisekrankheit. Manche Menschen reagieren mit Schwindel in Höhenlagen. Bereits ab 1000 Meter ü. M. kann bei empfindlichen Personen bei leichter Anstrengung Schwindel auftreten. Aber auch Verletzungen im Innenohr oder im Gehirn, Durchblutungsstörungen, Infektionen sowie verschiedene Krankheiten oder Medikamente können Schwindel auslösen.
Was man selbst tun kann
Schwindel ist nur in den wenigsten Fällen geeignet für eine Selbstdiagnose. Doch wer weiss, dass er/sie unter tiefem Blutdruck leidet und damit verbunden mit Schwindel zu kämpfen hat, dem helfen folgende Massnahmen:
Kneippsche Duschen: Den Körper abwechselnd mit einem kalten bzw. warmen Wasserstrahl von den Füssen angefangen aufsteigend abduschen.
Bürstenmassagen, die zum Herzen hin gerichtet sind.
Regelmässige sportliche Betätigungen wie Spazieren, Wandern, Walken, Velofahren, Gymnastik oder Schwimmen.
Stütz- oder Kompressionsstrümpfe bei Krampfadern tragen.
Salzreiche, ausgewogene Ernährung und viel trinken, zum Beispiel natriumreiches Mineralwasser. Regelmässig essen, um einer Unterzuckerung vorzubeugen.
Kaffee, Grüntee und Cola regen den Kreislauf kurzfristig an.
Langsames Aufstehen aus liegender Position.
Eventuell bereits im Bett einen Schwarztee oder Kaffee trinken.
Langes Stehen an Ort, in Menschenmassen und bei hohen Temperaturen vermeiden, womöglich immer etwas herumgehen.
Alkohol und Nikotin möglichst meiden.
Bei Anzeichen eines drohenden Kreislaufkollapses muss die betroffene Person hingelegt und die Beine hochgelagert werden. Auf die Stirn oder in den Nacken ein kaltes, nasses Tuch legen.
Wer unter Schwindel in den Bergen leidet, dem kann ein Traubenzucker helfen. Auch ein Präparat mit Nicethamid, das den Sauerstofftransport im Blut verbessert, kann hilfreich sein.
Massnahmen, um einen leichten Eisenmangel und damit einhergehenden Schwindel auszugleichen:
Eisen muss dem Körper über die Nahrung zugeführt werden.
Eisen aus Fleisch oder Fisch kann besser aufgenommen werden als solches aus Pflanzen.
Besonders eisenhaltig ist rotes Fleisch, insbesondere Leber.
Da der Körper Schwierigkeiten hat, das zugeführte Eisen zu verwerten, ist es wichtig, auf die Kombination der Lebensmittel zu achten. Wer vor dem Essen öfters ein Glas Orangensaft trinkt, erleichtert dem Organismus dank des Vitamins C die Eisenaufnahme.
Hilfreich ist es auch, Fleisch und Fisch mit pflanzlicher Nahrung und Kräutern wie Petersilie, Minze oder Thymian zu kombinieren, um die Aufnahme zu verbessern.
Vorbeugen
Zum Vorbeugen von leichten Schwindelanfällen sind dieselben Massnahmen geeignet, die unter «Was man selbst tun kann» erwähnt sind.







