Mehr als 28'000 Pflanzenarten weltweit haben Heilkraft. Darunter wachsen auch viele, die Frauenbeschwerden wie Periodenschmerzen und Hitzewallungen in den Wechseljahren lindern oder bei Kinderwunsch und psychischen Tiefs unterstützen. Drogistin Bettina Brun stellt ihre Lieblingskräuter vor.
Tipps von Drogistin Brun
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Mönchspfeffer
Mönchspfeffer hat eine hormonähnliche Wirkung. Deshalb hilft die Pflanze beim prämenstruellen Syndrom (PMS), bei Menstruationsbeschwerden und bei Kinderwunsch aufgrund eines Gelbkörpermangels. Zudem kann Mönchspfeffer für einen regelmässigen Zyklus sorgen, zum Beispiel nach der Schwangerschaft oder dem Absetzen der Antibabypille.
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Traubensilberkerze
Die wirksamen Inhaltsstoffe der Traubensilberkerze stecken in der Wurzel und haben östrogenähnliche Eigenschaften. Drogistinnen und Drogisten setzen die Heilpflanze vor allem bei leichten Wechseljahrbeschwerden ein. Darunter Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und Nervosität.
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Himbeere
Die Himbeere hat einen festen Platz in der Gemmotherapie. Das sind Arzneimittel, die aus Knospen hergestellt werden. Sie können Menstruationsbeschwerden lindern oder helfen bei einer unregelmässigen Periode. In der Volksmedizin sollen Himbeerblätter zudem die Gebärmutter unterstützen und die Schwangerschaft sowie die Geburt positiv beeinflussen. Wegen der Gerbstoffe, die die Pflanze enthält, setzen Naturheilkundler Himbeerextrakte auch bei Durchfall ein.
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Preiselbeere
Die Preiselbeere ist die klassische Heilpflanze gegen Blasenentzündung. Sie wirkt entzündungshemmend, harntreibend und verhindert, dass die Colibakterien sich an der Blasen- und Harnröhrenschleimhaut anhaften. Oft wird die Europäerin mit der amerikanischen Moosbeere (Cranberry) verwechselt, weil die Beeren sehr ähnlich aussehen. Es sind zwar nicht die gleichen Pflanzen, aber beide gehören zur Gattung der Heidelbeere und lindern Blasenentzündung.
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Frauenmantel
Die Blätter des Frauenmantels ähneln dem wehenden Mantel einer Frau. Deshalb heisst die Pflanze auch so. In der Volksmedizin lindert das Rosengewächs Menstruations- und Wechseljahrbeschwerden und kommt manchmal sogar zur Vor- und Nachbereitung bei Geburten zum Einsatz.
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Feige
Schon wieder eine Verstopfung? Dann helfen vielleicht Feigenpräparate. Aber diese Heilpflanze kann für Frauen noch mehr tun: Gemmotherapeutische Mittel mit Feigenknospen unterstützen bei Unruhe, Angst und Stress bis Erschöpfung sowie bei Schlafstörungen und Appetitlosigkeit.
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Vanille
Vanille ist nicht nur fein. Die Schote macht sich auch in der Naturheilkunde gut. Sie wirkt zum Beispiel gegen Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Pilze. Laut Drogistin Brun kann Vanille sogar die sexuelle Lust und Genussfähigkeit fördern und wirkt stabilisierend, beruhigend und ausgleichend.
Hinweis: Die meisten dieser Heilpflanzen lindern auch noch viele andere Beschwerden. Naturheilkundler kombinieren für ein Medikament oft verschiedene Kräuter miteinander, je nach Symptomen. In der Drogerie gibt es eine breite Palette an Präparaten: von Tee, Tinkturen und Spagyrik bis Gemmotherapie und Homöopathie.
Autorin und Redaktion: Vanessa Naef
Wissenschaftliche Kontrolle: Dr. phil. nat. Anita Finger Weber