Tipps fürs Pick­nick

Zwitschernde Vögel oder ein plätschernder Bach, dazu ein feines Picknick – einfach herrlich! Vor allem, mit den passenden Rezepten und einem prasselnden Feuer. Eine Kochbuchautorin, eine Drogistin und ein Pfadfi wissen, was es für ein perfektes Picknick braucht.

Fünf Picknick-Rezepte

Für Claudia Schilling, Food-Fotografin, -stylistin und Kochbuchautorin aus Basel, ist das Picknicken gemeinsam mit ihrer Familie immer eine freudige Angelegenheit: «Diese Momente fühlen sich an wie Miniferien.» Der zweifachen Mutter ist es wichtig, unterwegs Gesundes und Saisonales zu essen, das schmeckt. Aufwändig? Gar nicht! Das beweisen ihre fünf Rezepte aus dem Buch «Hin und weg. 170 clevere Lunchbox-Rezepte».

Insektenschutz: Gut gewappnet

Scheint die Sonne, unternimmt Drogistin HF Fiona Schär mit ihrer Familie oft eine Velotour – auf der auch ein Picknick nicht fehlen darf. «Ein Feuer machen und Schlangenbrot grillieren macht immer sehr viel Spass!» Doch diese Freude kann getrübt werden, wenn Wespen es aufs Essen abgesehen haben, Mücken oder Zecken zustechen. Wie man sich vor diesen lästigen Plagegeistern schützt, weiss die Drogistin. Ihre sechs Tipps:

Tipp 1: Hautbedeckende Kleidung

«Tragen Sie lange Kleider und stecken Sie die Hosen in die Socken. Das schützt vor Insekten und Zecken», sagt Schär.

Tipp 2: Insektenspray

Stoffwechselabbauprodukte wie Schweiss oder flüchtige Stoffe, die wir über die Haut ausscheiden, können Zecken und Mücken anlocken. Gute Mittel, um Blutsauger fernzuhalten, sind Insektensprays. «Ihr Duft soll abstossend wirken oder deren Geruchsinn blockieren, sodass sie den Menschen nicht mehr riechen», sagt Schär. Gängige synthetische Wirkstoffe zur Mücken- und Zeckenabwehr sind Diethyltoluamid (DEET) und Icaridin. «Icaridin riecht weniger streng, gilt als besser verträglich für die Haut und greift Kunststoff weniger an als DEET.»

Natürliche Sprays enthalten zum Beispiel Zitrusöl-, Eukalyptusöl- und/oder Lavendelölextrakt. «Viele finden den Duft von natürlichen ätherischen Ölen angenehmer. Aber sie können die Haut ebenfalls reizen, vor allem empfindliche Kinderhaut.» Daher empfiehlt die Drogistin, natürliche Insektensprays und Sprays mit DEET nicht bei Kindern unter drei Jahren anzuwenden und Icaridin nicht für solche unter einem Jahr.

Anwendung: Die freien Hautstellen einsprayen. Passen Sie im Gesicht besonders auf, damit die Flüssigkeit nicht in die Augen oder in den Mund gelangt, weil sie die Schleimhäute reizen kann. «Wie Wirkungsdauer gegen Mücken liegt je nach Wirkstoff und Konzentration zwischen zwei und zwölf Stunden, gegen Zecken eher etwas kürzer.». Schwitzt man oder geht man schwimmen, muss der Spray häufiger aufgetragen werden», sagt Schär.

Tipp 3: Homöopathie

Insektenstichen vorbeugen können die homöopathischen Globuli Caladium seguinum. «Sie verändern unseren Körpergeruch leicht, wodurch er für Insekten weniger ansprechend wird. Andere Menschen merken davon aber nichts», sagt Schär.

Tipp 4: Lebensmittel zudecken

Nahrungsmittel und Getränke ziehen Wespen und Bienen an. «Diese nicht offen herumstehen lassen, sondern nach Gebrauch gleich wieder abdecken oder verschliessen», sagt Schär. «Und kontrollieren Sie vor dem Trinken oder Essen, ob ein Insekt auf dem Glas oder dem Teller sitzt. Ein Röhrli kann vermeiden, dass man aus Versehen eine Wespe oder Biene schluckt.»

Tipp 5: Duftkerzen, Feuer und Co.

Kerzen mit Citronella, Armbänder mit ätherischen Ölen wie Lavendel-, Citronell- und Geranienöl oder der Rauch eines Feuers vertreiben Mücken und Wespen. Also ruhig ein bisschen ausgiebiger einfeuern. «Sie mögen den Duft nicht», sagt Schär.

Tipp 6: Zeckenkontrolle

Nach einem Aufenthalt im Grünen sollten Sie Ihren ganzen Körper und den Ihrer Kinder gründlich nach Zecken absuchen und sie mit einer speziellen Zeckenzange zu entfernen. Zecken können nämlich gefährliche Krankheiten übertragen: Borreliose und Hirnhautentzündung (Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME). Nur gegen die Hirnhautentzündung gibt es eine Impfung.

«Zecken bevorzugen gut durchblutete Körperstellen», sagt Schär. Bei Kindern stechen sie häufig am Haaransatz, hinter den Ohren und am Hals, bei Erwachsenen befallen Zecken meistens Ober- und Unterschenkel, Kniekehlen, die Leistengegend sowie Achselhöhlen und den Genitalbereich.

Grillfeuer machen – ganz einfach!

Tobias Juon von der Fachstelle Ausbildung und Betreuung der Pfadibewegung Schweiz erklärt Schritt für Schritt, wie Sie im Freien am einfachsten ein Feuer entfachen:

Lesen Sie hier, wie Sie Zecken sicher entfernen können

https://vitagate.ch/de/gesund_und_schoen/ratgeber/zecken/behandlung

Feuer machen, jetzt!

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    • Schritt 1: Die geeignete Feuerstelle finden

      Benutzen Sie am besten eine Feuerstelle, die bereits existiert. Kreieren Sie eine neue, sollten Sie darauf achten, dass die Feuerstelle mindestens fünf Meter Abstand zu Bäumen, Sträuchern und anderem brennbarem Materialen hat. Entfernen Sie bei der Feuerstelle das Laub am Boden und errichten Sie einen Steinkreis. Er sorgt dafür, dass sich Feuer weniger gut ausbreiten kann. Achtung: Überprüfen Sie, ob in der betreffenden Gemeinde wegen Trockenheit und Brandgefahr ein Feuerverbot herrscht. Die Gemeinden informieren die Bevölkerung via Medien, Amtsblätter und über die eigenen Webseiten. Auskunft gibt auch die Meteo-Schweiz-App.

    • Schritt 2: Holz sammeln

      Suchen Sie trockenes Holz, das am Boden liegt. Idealerweise eine Mischung aus kleinen Ästen für den Start und dickeren Hölzern für ein langanhaltendes Feuer und eine gut Grillglut.

    • Schritt 3: Holz schichten

      Errichten Sie mit dem gesammelten Holz eine Art Tipi. Die dünnen Ästen innen, die dickeren aussen. Lassen Sie an der Seite ein Loch frei, in das Sie Zeitungspapier oder einen Feuerstarter sowie trockenes Laub, Tannennadeln oder Gras platzieren können.

    • Schritt 4: Feuer anzünden

      Zünden Sie das Zeitungspapier oder den Feuerstarter mit einem Feuerzeug oder einem Zündholz an. Für Windschutz kann eine Hand über der kleinen Flamme sorgen. Damit sich das Feuer besser ausbreitet, können Sie von unten vorsichtig in die Flamme pusten; bläst man von oben, verlöscht das Feuer möglicherweise wieder. Achtung: Verwenden Sie zum Anzünden niemals Brennsprit oder Benzin. Sonst kann es zu einer Explosion kommen.

      Tipp: Ist das Holz ein bisschen feucht, können Sie es in die Nähe des Feuers oder auf einen Rost legen, damit es trocknet und später besser brennt.

    • Schritt 5: Klare Regeln definieren

      Sind Kinder dabei, kann es sinnvoll sein, mit ihnen abzumachen, wie sie sich am und ums Feuer verhalten dürfen. Der Steinkreis kann eine gute Grenze sein, die Kinder nicht überschreiten sollten.

    • Schritt 6: Feuer löschen

      Löschen Sie das Feuer mit Wasser. Verlassen Sie die Feuerstelle erst, wenn das Feuer ganz aus ist. Das heisst, auch unterhalb der Oberfläche sollte die Glut erlöscht sein.

    • Picknick-Checkliste
      • Picknickdecke

      • Kühlbox

      • Essen und ausreichend Wasser (auch zum Löschen des Grillfeuers)

      • Abfallsäckli für den Abfall

      • Feuerzeug oder Streichhölzer

      • Feueranzünder oder Zeitungspapier

      • Feuchttücher, um sich die Hände zu reinigen

      • Sackmesser

      • Teller

      • Besteck

      • Trinkbecher

      • Sonnenhut

      • Sonnenbrille

      • Sonnencreme

    • SOS-Täschchen
      • Insektenspray

      • Duftkerze oder Armband, um Insekten fernzuhalten

      • Pinzette, um Zecken oder Insektenstachel zu entfernen

      • Pflaster

      • Verbandsmaterial

      • Desinfektionsspray

      • Insektenstich-Roller gegen Stiche

      • Schmerzmittel

    Bild: unsplash
    Aktualisiert am 15. März 2025 23:32
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