Besser schlafen
Wir wünschen uns mehr Energie, bessere Konzentration, ein stabiles Immunsystem und innere Balance. Doch all das beginnt an einem Ort, den wir im hektischen Alltag oft vernachlässigen: im Schlaf. Guter Schlaf ist kein „Nice-to-have“, sondern ein biologisches Grundbedürfnis – genauso wichtig wie Essen, Trinken und Bewegung. Wer dauerhaft schlecht schläft, spürt das nicht nur am nächsten Morgen, sondern oft im ganzen Körper.
Dieser Artikel zeigt, was während des Schlafens in uns passiert, warum so viele Menschen heute schlecht schlafen – und wie wir unseren Schlaf sanft und natürlich unterstützen können.
Schlaf verstehen: Was passiert nachts in unserem Körper?
Schlaf ist ein hochaktiver Zustand. Während wir ruhen, arbeitet unser Körper auf Hochtouren – allerdings im Hintergrund. Jede Nacht durchlaufen wir mehrere Schlafzyklen, die sich aus verschiedenen Phasen zusammensetzen:
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Leichtschlaf Der Übergang zwischen Wachsein und Schlaf. Der Körper fährt langsam herunter, Atmung und Herzschlag werden ruhiger.
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Tiefschlaf Die wichtigste Phase für körperliche Regeneration. • Zellen werden repariert • Wachstumshormone ausgeschüttet • Immunsystem gestärkt • Muskeln und Organe erholen sich
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REM-Schlaf (Traumschlaf) Hier ist unser Gehirn besonders aktiv. • Emotionen werden verarbeitet • Erinnerungen gespeichert • Lernen und Kreativität gefördert
Ein gesunder Schlaf bedeutet nicht nur „lange schlafen“, sondern ausreichend Tief- und REM-Schlaf zu bekommen.
Wenn Schlaf fehlt: Typische Anzeichen von Schlafmangel
Schlechter Schlaf zeigt sich oft schleichend – und wird lange unterschätzt: • Müdigkeit trotz ausreichend Stunden im Bett • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme • Reizbarkeit, innere Unruhe oder Stimmungsschwankungen • Erhöhte Infektanfälligkeit • Gewichtszunahme und Heisshunger • Verspannungen, Kopfschmerzen • Hormonelles Ungleichgewicht Besonders tückisch: Viele gewöhnen sich an schlechten Schlaf – und merken gar nicht mehr, wie sehr er sie belastet.
Warum schlafen wir heute so schlecht?
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Stress und mentale Dauerbelastung Unser Nervensystem bleibt oft im „Alarmmodus“. Gedanken kreisen, To-do-Listen tauchen abends erst richtig auf. Das Stresshormon Cortisol verhindert, dass wir in die nötige Entspannung kommen.
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Bildschirmlicht und Medienkonsum Smartphones, Tablets und Fernseher hemmen die Ausschüttung von Melatonin, unserem natürlichen Schlafhormon. Das Gehirn glaubt: Es ist noch Tag.
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Unregelmässiger Schlafrhythmus Spätes Zubettgehen, Ausschlafen am Wochenende, wechselnde Zeiten – unser innerer Rhythmus verliert die Orientierung.
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Ernährung und Genussmittel Späte, schwere Mahlzeiten, Alkohol oder Koffein können den Schlaf massiv beeinträchtigen – auch wenn man scheinbar „schnell einschläft“.
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Hormonelle Veränderungen Zyklus, Schwangerschaft, Wechseljahre oder Schilddrüsenveränderungen wirken sich direkt auf den Schlaf aus – besonders bei Frauen.
Besser schlafen – sanfte Wege zurück zur Ruhe
Die gute Nachricht: Schlaf lässt sich trainieren und unterstützen. Oft reichen kleine Veränderungen mit grosser Wirkung.
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Rituale statt Reizüberflutung Der Körper liebt Wiederholungen. • Feste Schlafenszeiten • Abends Licht dimmen • Ruhige Routinen (lesen, baden, Tagebuch) Signalisieren Sie Ihrem Körper: Jetzt darfst du loslassen.
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Die Schlafumgebung bewusst gestalten • Dunkelheit fördert Melatonin • Kühle Temperaturen (ca. 18 °C) • Ruhe oder gleichmässige Geräusche • Bequeme Matratze und Kissen Ihr Schlafzimmer sollte ein Ort der Sicherheit und Entspannung sein – kein Büro, kein Kinosaal.
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Ernährung für besseren Schlaf • Magnesium entspannt Muskeln und Nerven • B-Vitamine unterstützen das Nervensystem • Tryptophanreiche Lebensmittel (z. B. Hafer, Banane, Nüsse) fördern die Melatoninbildung • Leichte Abendmahlzeiten entlasten die Verdauung
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Stress regulieren – nicht unterdrücken Guter Schlaf beginnt nicht im Bett, sondern im Alltag. • Atemübungen • Spaziergänge • sanfte Bewegung wie z. B Yoga • kurze Pausen Schon wenige Minuten bewusster Entspannung pro Tag senken das Stressniveau messbar.
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Natürliche Unterstützung aus der Drogerie Manchmal braucht der Körper sanfte Hilfe: • Pflanzliche Schlafhelfer wie Baldrian, Passionsblume oder Melisse • Magnesium für Entspannung • L-Tryptophan bei gestörtem Rhythmus • Kombinationen für Nerven & Schlaf
Fazit: Guter Schlaf ist Selbstfürsorge Schlaf ist kein Zeichen von Schwäche oder Faulheit – sondern ein Akt der Selbstfürsorge. Wer gut schläft, stärkt nicht nur Körper und Geist, sondern auch Lebensfreude, Gelassenheit und innere Balance.
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